Sonntag, 11. Februar 2018

Schluss mit lustig


Am Aschermittwoch ist Schluss mit lustig! Der Fasching ist vorbei, die Fastenzeit steht an. Rund um mich gibt es immer mehr Menschen, die diese 40 besonderen Tage tatsächlich nutzen, um wieder freier zu werden und festgefahrene Gewohnheiten neu zu überdenken. Wobei es dabei interessanterweise vor allem um kulinarische Themen geht: Verzicht auf Alkohol, Fleisch, Zucker und Kaffee oder gleich auf alles Tierische, das sind die Vorhaben, die ich für die Fastenzeit 2018 in meinem Umkreis so vernommen habe.

Für mich selbst wäre es ein Fasten vom Fasten, das ich mir vornehmen könnte – oder zumindest wünschen würde. Der Abschied von mageren Bloggerzeiten nämlich, von einem Blog, der momentan so gar kein Fleisch auf seinen Rippen hat. Vielleicht gelingt es mir ja.

Kein Fleisch und nur einmalige Sättigung: Das sind die Fastengebote der katholischen Kirche für den Aschermittwoch. Als typisches Gericht hat sich dabei allerhand mit Fisch, vor allem aber der Heringsschmaus etabliert. Weil in diesem Jahr der Aschermittwoch allerdings mit dem Valentinstag zusammenfällt, habe ich ein leichtes und feines Fischgericht für euch, das wohl beiden Ansprüchen gerecht werden dürfte.


Rauna-Mousse mit Räucherforelle & Wintersalat

Der allergrößte Rauna-Fan bin ich ja nicht, aber das hier ist so gut, dass ich tatsächlich zu einem werden könnte. Das erste Mal gekocht habe ich diese feine Vorspeise schon vor Jahren, als wir eine große Runde zu einem abendlichen Wintermenü eingeladen hatten. Es war ein Gericht, das begeistert hat – und das tut es auch heute noch!

Zutaten für 4 Personen als Vorspeise

Für das Rauna-Mousse
200 g Rauna / Rote Rüben
2 ½ EL frisch gerissener Kren
100 g Rahmtopfen (40 % Fett i. Tr.)
Salz
Pfeffer
1 Prise Zucker
1 ½ - 2 Blatt Gelatine
70 ml Schlagobers

Für das Dressing
3 EL Walnussöl
1 gestrichener TL Senf
1 TL Honig
Saft von ½ Zitrone
Salz
etwas Cayennepfeffer
1 kleiner Spritzer Wasser

Außerdem
25 g Walnusshälften
4 Handvoll frischer, knackiger Pflücksalat
200 g Räucherforelle (am besten in Bioqualität, wie diese hier)
grober Pfeffer
Radieschensprossen
frische Kräuter (Dill und / oder Basilikum)
4 Zitronenscheiben

1. Die Roten Rüben schälen und so viel beiseitelegen, dass man davon 8 dünne Scheiben abhobeln kann. Den Rest fein reiben und mit Kren und Topfen vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen.

2. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Tropfnass in einen kleinen Topf geben und bei vorsichtiger Hitze auflösen.

3. 3 EL der Rote Rüben-Masse in den Topf zur Gelatine geben und glattrühren. Dann das Ganze unter die restliche Rote Rüben-Masse rühren.

4. Schlagobers steif schlagen und unterheben.

5. Die Masse mindestens 2 Stunden (oder über Nacht) kalt stellen.

6. Die Zutaten für das Dressing in ein kleines Glas mit Schraubdeckel füllen und kräftig schütteln.

7. Walnüsse grob hacken und in einer kleinen Pfanne trocken rösten, bis sie zu duften beginnen.

8. Die beiseitegelegte Rote Rübe in 8 dünne Scheiben hobeln.

9. Pro Portion 2 Scheiben davon leicht überlappend auf Tellern anrichten.

10. Vom Rote Rüben-Mousse mit einem Esslöffel Nocken abstechen und auf die Raunascheiben legen.

11. Den Pflücksalat mit dem Dressing vermischen und ebenfalls auf den Tellern anrichten.

12. Forelle in größere Stücke reißen und neben Mousse und Salat auf die Teller setzen. Mit grobem Pfeffer bestreuen.

13. Mousse mit Walnüssen und Radieschensprossen bestreuen und das Gericht mit Kräutern und Zitronenscheiben garnieren.



Einige meiner Bloggerkolleginnen haben ebenfalls Fischgerichte für euch:

Bei Sina gibt es ein bodenständiges gebackenes Karpfenfilet,
bei Michaela feines Tatar vom geräucherten Saibling,
bei Christina geräuchertes Forellenfilet auf Salatbett mit Oberskren und
bei Friederike erfährt man einiges über guten Waldviertler Karpfen.

Klickt euch durch!


Sina, wiedermal ein großes Dankeschön, dass du die Organisation dieser Gruppe übernommen hast – trotz Extremzeitmangels bin ich immer wieder gern mit von der Partie!

Kommentare:

  1. Raunamousse... was für ein Wort und was für eine Farbe!!
    tolle Sache dein ganzes Gericht, gehört schon mir ;-)
    lg

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    1. Ja, diese Farbe ... immer wieder beeindruckend :-)

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  2. So lasse ich mir den Fastenzeitauftakt gefallen. Und ich lieeebe Rote Rüben!

    Ich faste diesmal gar nicht, mit nix, denke aber schön langsam kommt das erste frische Grün (heute habe ich beim Spazieren gehen den ersten Bärlauch gesichtet, da isst man automatisch ein bissal leichter.

    Ich freu mich dass du wieder dabei bist und schönen Sonntag noch!
    Sina

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    1. Der erste Bärlauch schon, tatsächlich? Hach, ich freu mich schon wieder sehr auf frisches Grün von draußen vor der Haustür ...
      Liebe Grüße!

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  3. Zu dieser Kombination musst du mich nicht zweimal überreden (ich liiiieeeebeeee Rote Rüben :-)

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    1. Fein! Und eigentlich ganz schnell gemacht ... :-)

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  4. Die Farbe von roten Rüben ist doch immer wieder toll *.*
    Und ja ich bin auch nicht der größte Fan von den Rüben, aber hin und wieder ist es lecker.

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  5. Wenn das der Anfang der Fastenzeit ist, könnte ich das ganze Jahr fasten... Köstlich! Gruss Bea

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  6. Hallo liebe Maria!
    Wow, das schaut ja sensationell aus! Ich mag "Rohna" auch total gerne und in Kombi mit dem Räucherfilet- ein Traum! Ich habe gerade bei uns im Bauernladen frisch geräucherte Forellen bekommen (die im Handel find ich voll grauslich).
    Ich bin ja leider komplett süchtig nach Süßem. Ich werde versuchen, dahin gehend Verzicht zu üben. Vielleicht verzichte ich daher auch mal aufs Bloggen. Kuchen backen und nix kosten können- das geht ja gar nicht. Ein bisschen social media fasten würde auch nicht schaden. Fasten ist ja eigentlich soviel mehr als auf Fleisch oder Schokolade zu verzichten.
    Schick dir liebe Grüße, Renate

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    1. Schön, dass du auch eine gute Quelle für Räucherforelle hast, liebe Renate!
      Und neeeein, nicht aufs Bloggen verzichten, nicht du, das klingt ja wie eine Drohung ... :-)))

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  7. Ich muss gestehen, dass ich dieses Jahr ernsthaft mit der Fasterei liebäugele – und zwar sehr modern mit einer (Ab-?)Art des Digital Detox: Von Berufs wegen UND privat muss ich vielleicht nicht die ganze Zeit in den Social Media rumlümmeln... mal schauen, wie's wird. Forelle und Bete sind beide heiß und innig geliebt – wie wär's also: Möhrensalat gegen das hier?
    Herzlich: Charlotte

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