Montag, 28. September 2015

Rezension: Das große Familienkochbuch


Familienküche: Yeah! Nix passt grad besser in mein (Küchen)Leben als das. Geneigte LeserInnen wissen, dass ich dabei so meine Herausforderungen zu meistern habe. Ein heikles Minimädel (das aber immer toleranter wird, ja, wirklich – kürzlich aß sie Spinatrisotto!) und ein kleiner Mann, der das Essen erst lernen muss. Irgendwo dazwischen, da stehe ich. Und bin immer dankbar für Ideen fernab von Standardbrei, Palatschinken und Nudelsuppe ohne Karotten.

Das Buch

Das große Familienkochbuch der Schweizerin Julia Hofer ist eine wahre Fundgrube für solche Ideen. Auf den ersten Blick kommt es sehr unscheinbar daher: Der Buchtitel in großen Lettern auf pastellig kariertem Hintergrund. Keine Fotos von gut gelaunten Kindern, kein schriller Party-Firlefanz. Und tatsächlich geht es auch so weiter, wenn man sich durch die Seiten blättert. Es ist kein Kinderküche-Spaßbuch, das hier vor einem liegt. Es ist ein Buch, das sich ernsthaft mit guter und gesunder Ernährung für die ganze Familie auseinander setzt und dabei vor allem mit der Frage, wie Kinder zu mündigen Essern und Genießern erzogen werden können. Perfekt!

Der Rezeptteil beginnt schon nach einem kurzen Vorwort der Autorin. Er gliedert sich in folgende Kapitel:

* Frühstück & Snacks
* Suppen
* Salzige Kuchen, Pizza & Co
* Pasta, Reis & Co
* Gemüse
* Fleisch
* Hülsenfrüchte
* Süßes
* Turborezepte

Danach folgen einige Seiten Küchenwissen sowie ein ausführliches Register.

Die Rezepte

Der Untertitel des Buches lautet: Einmal kochen, zweimal genießen. Im Küchenalltag gleich die doppelte Menge zu kochen, nämlich die eine Hälfte zum Gleichgenuss, die andere für den Vorrat, ist nun sicherlich keine Methode, die von der Autorin neu erfunden wurde. Aber sie ist so was von praktisch! Wie entspannend ist es doch, mittags in wenigen Minuten und so was von lässig ein köstliches Essen auf den Tisch zu zaubern …
Neben Rezepten, die nach dem Motto Einmal kochen, zweimal genießen funktionieren, finden sich im Buch auch so genannte Doppelrezepte, die sich in der doppelten Menge zubereiten und am nächsten Tag ohne allzu viel Aufwand in ein anderes Gericht verwandeln lassen.
Jedes Rezept ist bebildert und mit Informationen zur Bevorratung und Haltbarkeit versehen. Variationsmöglichkeiten finden sich ebenso wie eine Zusammenstellung der Arbeitsschritte, die von Kindern gut erledigt werden können. Das ist eine Strukturiertheit und Übersicht, die mir ausgesprochen gut gefällt.
Der Rezeptteil wird immer wieder durch Küchenexperimente (Wie geht Lebkuchen? Wie macht man Nudeln?), Experteninterviews und sehr interessante und ansprechende Rezepte von kulinarischen Persönlichkeiten aus der Schweiz aufgelockert.

Nachgekocht


Das 5-Minuten-Vollkornbrot

Dieses Brot ist natürlich nicht in fünf Minuten fertig, tatsächlich macht es aber nicht mehr als 5 Minuten „echte“ Arbeit. Das Brot schmeckt vorzüglich (wie vom Bäcker) und ganz besonders hat es mir der hohe Anteil an Sonnenblumenkernen angetan. Im Rezept wird Ruchmehl verlangt, ein Begriff, der überwiegend in der Schweiz verwendet wird. Hier wäre es schön gewesen, hätte die Autorin den Begriff erklärt und / oder entsprechende Alternativen angeführt.

Zutaten für 2 Brote, eines kann tiefgekühlt werden

2 Päckchen Trockenhefe
4 EL Balsamicoessig
500 g Vollkornmehl (ich: Weizen)
360 g Ruchmehl (Type 1050; ich: Kamut-Vollkornmehl)
140 g Roggenvollkornmehl
4 TL Salz
2 TL Brotgewürz
300 g Sonnenblumenkerne

1. Trockenhefe in 900 ml lauwarmem Wasser auflösen, dann den Balsamicoessig zugeben.

2. Die drei Mehlsorten mit dem Salz und dem Brotgewürz mischen.

3. Die Hefe-Wasser-Mischung zum Mehl geben und mit dem Knethaken des Mixers oder von Hand kurz durchkneten, bis ein homogener, klebriger Teig entstanden ist. Die Sonnenblumenkerne (bis auf 4 EL, die kommen später auf die Brote) zum Teig geben und gut mischen.

4. Zwei Kastenformen (30 cm Länge) mit Backpapier auslegen.

5. Den Teig mit einem Teigschaber in die Formen geben, die restlichen Sonnenblumenkerne auf den Teig streuen und die Brote an einem warmen Ort etwa 20 Minuten ruhen lassen (gut geht das im Backofen, wenn nur das Licht eingeschaltet ist).

6. Nach 20 Minuten den Ofen auf 180 °C Umluft einschalten (die Brote bleiben im Backofen, während er aufheizt). Die Brote in etwa 1 Stunde fertig backen. Wenn sie beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen, sind sie fertig.

Zum Einfrieren das Brot gut in Alufolie oder in einen Gefrierbeutel einpacken. Tiefgekühlt hält es 2 – 4 Monate. Zum Auftauen in der Verpackung über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen. Man kann es auch antauen lassen, auspacken, die Kruste befeuchten und im Ofen aufbacken.


Knusprige Fischstäbchen: Sie waren der Renner! Durch die Panier aus Mehl, Ei und Cornflakes werden die Fischstäbchen wunderbar knusprig. Statt Lachsfilet wie angegeben habe ich Schellfisch verwendet.

Frozen Joghurt: Einmal ganz anders – Früchte werden gekocht, püriert und dann in Eiswürfelformen eingefroren. Die Fruchteiswürfel werden dann gemeinsam mit Rahmjoghurt serviert. Mmh…

Haferflockenkekse: Ein superschnelles und köstliches Rezept, an dem es nichts auszusetzen gab. Der Teig lief beim Backen nur wenig auseinander, die Ränder der Kekse sind knusprig, das Innere weich. Die Süße könnte eine Spur dezenter sein, aber das ist Geschmackssache. Im Original sind die Kekse noch mit etwas Zitronenglasur überzogen, diesen Schritt habe ich weggelassen.

To Cook-Liste

Kinder, Kinder … Ihr könnt euch freuen auf:

Pausenbrötchen mit Aprikosen und Nüssen
Zopftiere
Brühe mit Huhn und Tomate
Penne con fagioli, salsiccia e cioccolata
Grießauflauf mit Zwetschgen
Das 3-Stunden-Ragù vom Rind und Schwein
Bulgur-Pilaw mit Huhn
Apfel-Rotkohl mit Kastanien
Hörnli mit Gehacktem und Apfelmus
Ofenguck mit Speck und Salbei
Kinder-Chili
Sauerrahmeis mit Limette
Fior di Latte con cioccolata
Ice-Tea-Sirup
Zimt-Kardamom-Schnecken
Die besten Chocolate-Chip-Cookies
Schneller Kastanienkuchen

Fazit: Das große Familienkochbuch ist eine echte Empfehlung. Die Autorin Julia Hofer schreibt im Vorwort, sie möchte mit ihren Rezepten den Spagat schaffen zwischen dem, was Kindern schmeckt und dem, was Eltern schmeckt. Aus meiner Sicht ist ihr das mehr als gelungen. Aufmachung, Konzept und Rezeptauswahl – alles passt. Das rechtfertigt auch den – zugegebenermaßen hohen – Preis.

Das große Familienkochbuch – Einmal kochen, zweimal genießen
von Julia Hofer
Gebundene Ausgabe, 312 Seiten
AT Verlag, 1. Auflage 2014
ISBN: 978-3038007906
Preis: € 39,90

Ein herzliches Dankeschön an den AT Verlag, der mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Mittwoch, 23. September 2015

Under the dome


Der Hof meines Bruders, mein Elternhaus, ist ein unerschöpflicher Quell an Gartenfrüchten, an denen auch ich immer noch ganz selbstverständlich teilhaben darf. Heuer scheint sich rund um den Obstgarten ein zwetschkenfreundlicher Mikrokosmos gebildet zu haben, eine durchsichtige Kuppel, drinnen unzählige pralle, gesunde, dunkelblau leuchtende Früchte, draußen verschrumpelte Wurmlinge.


Unter all den Hauszwetschkenbäumen steht auch eine Besonderheit: Der Bidlingbaum (hier habe ich schon etwas mehr über die sonnengelben Strahlefrüchte erzählt). Er ist von mir heiß umworben und die Ernte hüte ich, weil sie immer noch relativ klein ausfällt, wie einen Schatz. Trotzdem ist es mir nicht gelungen, sie gänzlich vor meinen kleinen Fruchtzwergen samt Zwergenvater zu bewahren – so hatte ich nicht einmal mehr genug Bidlinge für einen Zweipersonenfleck. Himmel Herrschaft!


Bidlingfleck

An diesem Rezept aus Österreich vegetarisch mag ich besonders die Idee, kleinere, rundliche Fleck zu backen, anstatt ein ganzes Blech. Beim Germteig habe ich es mir leicht gemacht und ohne Dampfl gearbeitet. Die Zuckermenge für den Teig habe ich ganz leicht reduziert (von 60 auf 50 g). Und der fertige Bidlingfleck? Soooo gut! Übrigens auch noch am nächsten Tag.

Zutaten für 2 kleine Bidlingfleck für jeweils 2 Personen

Für den Teig
125 ml Milch
250 g glattes Mehl
50 g Kristallzucker
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1 Zitrone
1 Prise Salz
20 g frische Germ (alternativ 1 Packerl Trockengerm)
2 Dotter
80 g weiche Butter

Zum Belegen
etwa 500 g Bidlinge (alternativ Zwetschken; angegeben waren 1 kg, was viel zu viel war)
2 EL Kristallzucker
Zimt nach Geschmack

Zum Bestreuen
Staubzucker
eventuell noch mehr Zimt, Haselnusskrokant (beides habe ich weggelassen)

1. Für den Teig die Milch leicht erwärmen.

2. Mehl, Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz in einer Rührschüssel mischen. Germ hineinbröseln. Dotter und Butter hinzufügen, warme Milch angießen. Alles mit dem Knethaken der Küchenmaschine auf mittlerer Stufe etwa 5 Minuten zu einem glatten und geschmeidigen, eher weichen Teig verarbeiten.

3. Den Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

4. In der Zwischenzeit die Bidlinge waschen, trocken tupfen, halbieren und entkernen.

5. Das Backrohr auf 180 °C vorheizen.

6. Den Teig aus der Schüssel nehmen und einmal gut durchkneten. Teig halbieren. Jede Teighälfte etwa 5 mm dick ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

7. Den ausgerollten Teig mit den halbierten Bidlingen (Schnittfläche nach oben) belegen.

8. Bidlingfleck etwa 15 Minuten backen.

9. Kristallzucker mit Zimt vermischen.

10. Bidlingfleck mit Zimtzucker bestreuen und weitere 15 Minuten goldbraun backen.

11. Herausnehmen und überkühlen lassen. Mit Staubzucker bestreuen.


Nach dem Zwetschkenfleck-Rezept aus Österreich vegetarisch von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner, erschienen im Brandstätter Verlag.
Freitag, 18. September 2015

Urkeksi


Das Spiel mit der Sprache ist ein schönes Spiel. So bin ich auch immer für Worte und Unworte des Jahres zu haben. 2012 verfehlte ein superliebes Wort nur knapp die Wahl zum Jugendwort des Jahres: Urkeksi. Moi, ist das nicht süß? Wenn etwas toll ist und ganz furchtbar spitze, dann ist es urkeksi. Ich hab zwar noch nie jemanden gesehen, dessen Lippen dieses Wort auch tatsächlich formten, aber bitte – hier steht es schwarz auf weiß.

Ja, eh. 2012 ist schon lange, lange her. 2015 sieht lockerlich ganz anders aus. Heute lassen sich Swaggetarier ihr Essen von Genussoptimierern zubereiten, während sie im Earthporn rumoxidieren. Voll bambus!


Fruchtschmetterlinge

Diese Kekse (urkeksi, btw) seien ganz besonders meiner älteren Schwester gewidmet, die mich manchmal besser kennt als ich mich selbst. Als ich ihr und ihren Buben die süßen Schmetterlinge zum Kosten reichte, fragte sie gleich nach dem Rezept. Eine Bitte, die ich locker lässig vom Tisch wischte mit dem Argument: Eh bald am Blog. Ähem. Hat nicht ganz ein Jahr gedauert …
Der Teig für die Fruchtkekse ist wunderbar wandelbar – Fruchtmus und Mehlsorte können nach Belieben ausgetauscht werden, auch an der Zuckerart und –menge lässt sich schrauben.

Zutaten

100 g weiche Butter
100 g Zucker
100 g Fruchtmus (Erdbeer, Banane, Apfel, Himbeer, …)
200 g Mehl (glatt, Vollkorn, ganz nach Belieben)

1. Butter mit Zucker schaumig rühren.

2. Fruchtpüree und Mehl dazugeben, die Masse zu einem glatten Teig verkneten.

3. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen. Der Teig ruht auch problemlos über Nacht.

4. Backrohr auf 180 °C vorheizen.

5. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen und Schmetterlinge oder andere Formen (eigentlich wollte ich ja Fruchtfliegen machen, aber auf die Schnelle hatte ich keine geeignete Ausstechform zur Hand J) ausstechen.

6. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und in 15 – 20 Minuten hell backen.

7. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Sonntag, 13. September 2015

Pasta Perfetta


Es ist schon etwas her, dass mir meine Glücksgöttin aus heiterem Wolkenhimmel eine Pastamaschine in den Schoß legte. Sie dachte sich wohl, so ein Gerät würde mir gut stehen, tauchte die Finger von Micha tief in das Glas mit den unzähligen Losen ihrer Festspiel-Teilnehmer, lotste sie ein wenig nach links und dann ein kleines Stück nach oben. Genau dorthin, wo sich das Zettelchen mit meinem Namen befand. Dann musste Micha nur noch zugreifen – und die Pastamaschine von GEFU war so gut wie auf dem Weg.

Seitdem stand die Pastamaschine keineswegs stiefmütterlich behandelt irgendwo im Stau(b)raum. Nein, sie durfte arbeiten. Und das hat sie sehr gut gemacht. Ich für meinen Teil muss noch etwas üben und Erfahrung sammeln, was die perfekte Teigkonsistenz, die optimale Größe der Teigportionen oder das richtige Antrocknen der fertigen Nudeln angeht. Bis es soweit ist, erfreue ich mich an herrlich unperfekter, aber selbst gemachter Pasta, die schmeckt wie im Himmel. Vielleicht sogar wie im heiteren Wolkenhimmel meiner Glücksgöttin …



Tagliatelle mit Tomatensauce nach Marcella Hazan

Zwei Persönlichkeiten der italienischen Küche verhalfen mir zu einem beeindruckenden ersten Mal: Marcella Hazan und Antonio Carluccio. Die berühmte Tomatensauce von Marcella Hazan ist ein Erlebnis: Tomaten werden mit Butter und einem Stück weißer Zwiebel für eine dreiviertel Stunde gekocht. That’s it. Der Geschmack dieser Sauce ist so aromatisch und gehaltvoll, dass es keine weiteren Zutaten wie Knoblauch oder Kräuter braucht. Dazu Tagliatelle nach dem Grundrezept von Antonio Carluccio – Pasta-Herz, was willst du mehr?

Zutaten für 4 Portionen

Für die Tagliatelle
200 g glattes Weizenmehl
100 g Hartweizengrieß
3 Eier (Gewichtsklasse M)
1 Prise Salz

Für die Tomatensauce
600 g frische, reife Tomaten (alternativ und außerhalb der Saison können Dosentomaten [im Ganzen] verwendet werden)
1 mittelgroße weiße Zwiebel
50 g Butter
Salz

Zum Servieren
frisch geriebener Parmesan

1. Für die Tagliatelle sämtliche Zutaten von Hand oder in der Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeiten, dann kneten, bis der Teig glatt und geschmeidig ist. Teig in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten ruhen lassen.

2. Was die Tomatensauce betrifft, muss man sich zuerst entscheiden: Schälen oder nicht? Ich habe meine Tomaten nicht geschält, was meiner Faulheit geschuldet war. Und ich glaube, ich kann behaupten, dass das der Sauce nicht schadet. Wer die Tomaten schälen möchte, blanchiert sie kurz in kochendem Wasser und schält sie mit Hilfe eines scharfen Messers, sobald sie abgekühlt genug sind, um sie anzugreifen.

3. Die Zwiebel schälen und vierteln.

4. Die Tomaten in grobe Stücke schneiden und gemeinsam mit Butter, Zwiebel und Salz in einen Topf geben. Aufkochen lassen, dann ohne Deckel bei geringer Hitze für eine dreiviertel Stunde köcheln lassen. Dabei hin und wieder umrühren und die Tomatenstücke zerdrücken.

5. Während die Sauce kocht, den Teig auswickeln und in nicht zu große Stücke teilen. Mit der Pastamaschine nach Anleitung des Herstellers zu Tagliatelle verarbeiten. Die fertigen Tagliatelle mit etwas Mehl bestäuben, zu Nestern rollen und auf einem Küchentuch bereit legen.

6. Einen großen Topf mit Wasser aufkochen und salzen. Die Tagliatelle darin bissfest kochen.

7. Tagliatelle abseihen und zurück in den Topf geben.

8. Die Zwiebelstücke aus der Tomatensauce nehmen und beiseite legen.

9. Tomatensauce mit Salz abschmecken. Dann mit der Pasta mischen und auf Tellern anrichten.

10. Mit Parmesan bestreuen. Wer mag, bekommt einige Zwiebelstücke zur Pasta serviert (sehr zu empfehlen!).

Tipp: Die Sauce lässt sich wunderbar auf Vorrat machen und einfrieren.


Nach Rezepten aus Genius Recipes von Kristen Miglore, erschienen bei Ten Speed Press, sowie Pasta von Antonio Carluccio, erschienen bei Dorling Kindersley.

Nochmals danke ich dir, liebe Micha, für den tollen Gewinn …
Mittwoch, 9. September 2015

Wie man sich Freunde macht (und wie nicht)


Zwei Knaben, Fritz und Ferdinand, / die gingen immer Hand in Hand, / und selbst in einer Herzensfrage / trat ihre Einigkeit zutage.

Sie liebten beide Nachbars Kätchen, / ein blondgelocktes kleines Mädchen. / Einst sagte die verschmitzte Dirne: / Wer holt mir eine Sommerbirne, / recht saftig, aber nicht zu klein? / Hernach soll er der Beste sein.

Der Fritz nahm seinen Freund beiseit / und sprach: Das machen wir zu zweit; / Da drüben wohnt der alte Schramm, / der hat den schönsten Birnenstamm; / Du steigst hinauf und schüttelst sacht, / ich lese auf und gebe acht.

Gesagt, getan. Sie sind am Ziel. / Schon als die erste Birne fiel, / macht’ Fritz damit sich aus dem Staube, / denn eben schlich aus dunkler Laube, / in fester Faust ein spanisch Rohr, / der aufmerksame Schramm hervor.

Auch Ferdinand sah ihn beizeiten / und tät am Stamm heruntergleiten / in Ängstlichkeit und großer Hast, / doch eh’ er unten Fuß gefasst, / begrüßt ihn Schramm bereits mit Streichen, / als wollt’ er einen Stein erweichen.

Der Ferdinand, voll Schmerz und Hitze, / entfloh und suchte seinen Fritze. / Wie angewurzelt blieb er stehn. / Ach, hätt’ er es doch nie gesehn: / Die Käthe hat den Fritz geküsst, / worauf sie eine Birne isst. –

Seit dies geschah, ist Ferdinand / mit Fritz nicht mehr so gut bekannt.

Wilhelm Busch / Die Freunde



Birnen-Joghurt-Steckerleis mit Waldmeister

#wirrettenwaszurettenist: Wieder einmal ziehen meine MitstreiterInnen und ich völlig selbstlos in den  Kampf um den Erhalt des Selbstgemachten …. Wir retten Eis!


Ich könnte jetzt natürlich einige Worte über das Wetter verlieren und diese windige Kälte, die ja so gar nicht mehr zu diesem Thema passt. Aber das tue ich nicht, denn Eis geht immer. Bei jedem Wetter. In jedem Alter. Bei jedem Sättigungsgrad.

Richtig gutes, cremiges Eis braucht eine Eismaschine. Einige Male habe ich mich schon an der Umrührmethode im Viertelstunden-Takt versucht, aber nein, das Ergebnis ist leider gar kein Vergleich. Anders verhält sich die Sache natürlich mit Steckerleis (Eis am Stiel, Popsicles, …), denn hier erübrigt sich die Frage der Methode. Weil es nur eine gibt: Einfüllen, einfrieren, genießen. Damit macht man sich garantiert Freunde. Wie wunderbar!

Zutaten für etwa 8 Stück (je nach Größe der Formen)

100 g Schlagobers
200 g Rahmjoghurt 10 % Fett
200 g Vollmilchjoghurt 3,5 % Fett
125 g Birnenmus (Birnen schälen, vierteln, entkernen, in wenig Wasser weich dünsten, pürieren und durch ein feines Sieb streichen)
100 g Waldmeistersirup (Rezept beispielsweise hier)

1. Schlagobers steif schlagen.

2. Rahmjoghurt, Vollmilchjoghurt und Birnenmus unter das Schlagobers rühren.

3. Waldmeistersirup unterrühren und dabei auf die Süße achten (weil es unterschiedliche Siruprezepturen gibt, braucht man je nach Sirup vielleicht etwas mehr oder weniger).

4. Die fertige Masse in Eislutscherformen füllen und einfrieren, bis sie fest geworden und durchgefroren ist (mindestens vier Stunden, am besten über Nacht).

5. Die Eislutscher vorsichtig aus den Formen lösen – fertig.


Mehr selbst gemachtes Eis gibt es bei:

lieberleckerBananeneis
From-Snuggs-KitchenButtermilch-Zitronen-Eis
SweetPieGin Tonic Popsicle
Katha-kocht!Raffaello Eis
Cuisine VioletteMango-Kokoseis
MagentratzerlHalwa-Eiscreme
Kochen mit HerzchenPistazieneis
Bonjour AlsaceSchokoladeneis
1 x umrühren bitte aka kochtopfSchnellstes und softigstes Himbeer-Softeis
lecker macht launeZwetschgen-Eis ohne Ei
widmatt – aus meiner Schweizer KüchePfirsich Glacé
genial-lecker.deExpress-Vanilleeis
Montag, 7. September 2015

Hübsch wie tausend Sterne


Obwohl ich mich getrost und aus echter Überzeugung als emanzipiert bezeichnen würde, trage ich tief in mir das Gefühl, dass ich nicht alles selber können muss. Männersachen halt. Ich muss keine Zäune reparieren, keine Hausfassade neu gestalten und keine Waschmaschine anschließen können. Mag sein, dass damit mein Emanzipiertsein auf etwas wackeligen Beinen steht. Aber man kann es ja auch anders anders sehen: Ich muss gar nichts. Auch das ist Emanzipation.

Als Frau muss ich heutzutage auch keinen Kuchen mehr backen können. Allein: Ich liebe es, es zu können. Und ich liebe es, es zu tun. Das färbt natürlich hellrosa ab auf mein kleines Minimädel, das ihre Mama nie beim Reparieren von Fahrrädern, aber sehr oft beim Kuchenbacken in der Küche stehen sieht. Wen wundert es da, dass sie sich nun mit ihren zarten fünf Jahren an ihrer ersten, eigenen Torte versuchen wollte. Und natürlich hat sie die Herausforderung bravourös gemeistert - obwohl ich zwischendurch einmal ganz kurz ihre Motivation suchen gehen musste…



Hübsch wie tausend Sterne-Torte

Minimädels erste Torte war ein unaufwändiges Rezept ohne Abwiegen, fix in der Zubereitung, fein im Geschmack und mit minimaler Hilfestellung von meiner Seite zu bewerkstelligen. Als sie fertig war, begutachtete sie das Minimädel von allen Seiten und meinte dann stolz: Hübsch wie tausend Sterne! Stimmt. Ganz genauso wie meine Kleine selbst …

Zutaten für eine 18 cm-Springform (für eine normal große Springform die Massen verdoppeln)

Für den Biskuitboden
3 Eier
1 Prise Salz
3 gehäufte EL Zucker
3 gehäufte EL Mehl

Für die Creme
½ Becher Schlagobers (125 ml)
2 EL Magertopfen
1 EL Staubzucker
1 EL Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale

Zum Verzieren
Walderdbeeren oder andere Beeren
Walderdbeerblätter oder Zitronenmelisse
essbare Blüten (hier: Wiesenglockenblume)
Hagelzucker

1. Backofen auf 180 °C vorheizen.

2. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.

3. Für den Biskuitboden die Eier trennen. Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen. Sobald der Schnee in der Schüssel bleibt, wenn man sie auf den Kopf stellt, ist der Schnee fertig! Zucker einrieseln lassen und weiter schlagen, bis der Schnee feste Spitzen bildet und seidig glänzt. Nach und nach und auf langsamer Stufe die Dotter einrühren. Zum Schluss noch das Mehl vorsichtig untermengen.

4. Die Biskuitmasse in die vorbereitete Springform füllen, glatt streichen und in den Ofen schieben. In 20 Minuten goldgelb backen. Stäbchenprobe: Einen Holzspieß in den Teig stechen – bleibt kein Teig mehr daran kleben, ist der Biskuitboden fertig gebacken.

5. Währenddessen die Creme zubereiten: Schlagobers steif schlagen. Magertopfen mit Staubzucker, Vanillezucker und Zitronenschale glatt rühren und mit dem Schlagobers vermischen. Die Creme in den Kühlschrank stellen.

6. Biskuitboden aus dem Ofen nehmen und kurz überkühlen lassen. Vorsichtig den Rand mit einem Messer lösen und die Springform öffnen. Den Biskuitboden herausnehmen, das Backpapier entfernen und den Boden auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

7. Während der Biskuitboden auskühlt, ist Zeit für einen kleinen Spaziergang. Nicht vergessen, Beeren, Blüten und Blätter für die Dekoration zu sammeln!

8. Den ausgekühlten Biskuitboden auf einem hübschen Teller anrichten. Die Creme aus dem Kühlschrank nehmen und auf dem Kuchen verstreichen. Die Torte mit Walderdbeeren belegen und mit Blättern und Blüten verzieren. Mit Hagelzucker bestreuen.

Variante: Wer es noch fruchtiger mag, streicht zwischen Tortenboden und Creme etwas Erdbeermarmelade auf.


Übrigens hat das Minimädel kürzlich, nachdem der kleine Mann eines ihrer Spielzeuge auf den Boden geschmissen hatte und dieses danach nicht mehr einwandfrei funktionierte, in einem grandiosen Moment der Erleuchtung eine mir sehr bekannte Art von weiblicher (?) Reparaturformel entdeckt: Einmal drauf hauen, kurz warten, ausschalten, einschalten. Und das Herrliche dabei war: Es hat funktioniert!
Samstag, 5. September 2015

Oh, wie schön ist Málaga (vermutlich)


Wann ich das erste Mal meine Zunge in Malaga-Eis tunkte und wo das genau war? Hm. Vermutungen lassen sich anstellen: Ich, ein viel zu braver Teenie, die Füße in hawaiibunten Espandrillos (es heißt Espadrilles, ich weiß), ein aberwitzig normaler Hochsommer mit so viel freier Zeit, dass es bald langweilig wird, ein kleiner Eissalon irgendwo im Nirgendwo. Ob es Liebe war gleich beim ersten Mal? Auch da lässt mich meine Erinnerung im Stich, fest steht jedoch: Heute ist es Liebe, eine ganz große.


Malaga: Ein Eis mit Rosinen und Rum. Kein Geschmack für empfindliche Gemünder. Und auch bei mir ist es ein wenig verquer. Denn für sich allein genommen bescheren mir weder Rosinen noch Rum dieses große Gefühl. Erst die Liaison der beiden ist es, die den Unterschied macht zwischen unaufgeregter Sympathie und echter Leidenschaft.



Malaga-Eis ist wie eine Zeitreise für mich. Mein inneres Auge klappt zu, klappt auf. Ich bin in Andalusien, 2004. Ein Roadtrip mit lieben Menschen, Wind in unseren Haaren, Salz auf unserer Haut. Und ein Lebensgefühl, ganz nah an grenzenloser Freiheit. Málaga, die Stadt meiner Eisträume, mussten wir damals aus Zeitnot leider umschiffen. Irgendwann einmal möchte ich dort hin. Eis essen. Aber auch, um einzukaufen: Süßen Vino de Málaga, einen Muskatellerwein. Und die Pasas de Málaga D.O., aromatische Rosinen mit exzellentem Geschmack. Für beides ist Málaga bekannt und berühmt. Und beides kommt dann, irgendwann, in mein Malaga-Eis zuhaus.


Malaga-Eis

Für das traditionelle Malaga-Eis werden die Rosinen nicht in Rum, sondern in Málagawein eingelegt. Naja, irgendwann …

Zutaten für 4 – 6 Personen

500 ml Vollmilch
4 Dotter
100 g Rohrübenzucker
1 Messerspitze Vanillepulver
200 g Mascarino
50 g Schlagobers
50 g abgetropfte und grob gehackte Rumrosinen*
30 g Rumrosinen-Rum

1. Milch erhitzen.

2. Währenddessen Dotter mit Zucker und Vanillepulver hell schaumig schlagen.

3. Die heiße Milch in die Dottermasse einrühren.

4. Den Topf, in dem die Milch erhitzt wurde, auswaschen, die Dottermilch hinein geben und bei mittlerer Hitze vorsichtig erwärmen.

5. Einige Minuten erhitzen, bis die Creme anfängt, einzudicken (sie sollte den Rücken eines Löffels schön überziehen). Dabei ständig rühren und auf keinen Fall zu heiß werden lassen. Lieber früher von der Hitze nehmen als zu spät!

6. Die Eiercreme in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen.

7. Mascarino, flüssiges Schlagobers, Rosinen und Rum mit einem Schneebesen unter die abgekühlte Eiercreme rühren. Masse in den Kühlschrank stellen und einige Stunden ziehen lassen.

8. Die Creme in der Eismaschine gefrieren, in einen gut schließenden Behälter umfüllen und noch für 1 – 2 Stunden im Tiefkühlschrank fest werden lassen.

Nach einem Rezept aus dem Buch Eis für Genießer von Linda Tubby, erschienen im Christian Verlag.


*Rumrosinen
Für die Rumrosinen fülle ich Rosinen in ein gut verschließbares Bügelglas. Von einer Zitrone ziehe ich mit dem Sparschäler einige breite Streifen ab und gebe die Zitronenschale zusammen mit einem Stück längs aufgeschnittener Vanilleschote und 1 – 2 Gewürznelken zu den Rosinen. Dann fülle ich mit braunem Rum auf (Rosinen und Gewürze sollten gut bedeckt sein), verschließe das Glas und lasse es an einem kühlen, dunklen Ort 3 – 4 Wochen stehen.

Rumrosinen brauche ich nicht nur für das Malaga-Eis, sondern auch für Kaiserschmarren und Grießschmarren. Unbedingt ausprobieren möchte ich außerdem dieses Rezept: Schokoladeneis mit betrunkenen Rosinen. Allein schon wegen des Namens!

Donnerstag, 3. September 2015

71


Nun sitze ich hier seit einer gefühlten Ewigkeit und versuche, Worte zu finden, die irgendwie einen Sinn ergeben. Ich schaffe es nicht. Es schmerzt zu sehr, dass die Flüchtlingskatastrophe 2015  ihren so tragischen Höhepunkt im Erstickungstod von 71 Menschen in einem Kühl-LKW finden musste, mitten in Europa, hier in Österreich. Und dass es auch jetzt noch Menschen gibt, die hetzen und hassen und warten und zuschauen. Die meinen, der Krieg auf dieser Welt gehe uns nichts an.

Er geht uns etwas an. In der Stunde der Not ist es unsere Pflicht, Menschen, die vor Tod und Elend flüchten, beizustehen. Ihnen zu helfen, wo wir können. Zusammen zu rücken, nicht nur im übertragenen, sondern auch im ganz konkreten Sinn. Langsam bewegt sich etwas. Doch es hat so lange gedauert, viel zu lang.

Auch viele Foodblogs nehmen sich dieser Tage des Themas an und berichten von Möglichkeiten, wie geholfen werden kann. Schaut vorbei auf esskultur, phil in wien, #bloggerfuerfluechtlinge, undundund …

Oder bei der Initiative Österreichs Blogger für ein buntes Miteinander, die von Sina, der giftigenblonden mit den Hashtags #österreichbloggtbunt #österreichisstbunt ins Leben gerufen wurde. Inspirieren ließ sie sich dabei von der Aktion #Deutschlandisstbunt von der Seelenschmeichelei, das Logo stammt von Yvonne von Freude am Kochen.

Und jetzt? Ein Rezept? Weitermachen wie bisher? Ja:

Nothing – not a conversation, not a handshake or even a hug – establishes friendship so forcefully as eating together.
Jonathan Safran Foer

Danke, liebe Conny, dass ich dieses wunderbare Zitat bei dir finden durfte.


Shiny Salad

Ein Salatrezept, für das es mehrere Inspirationsquellen gab: Den Regenbogensalat aus dem neuen Krautkopf-Kochbuch. Das Sunshine-Dressing von flowers on my plate. Und Shiny happy people von R.E.M., eine meiner Jugendzeithymnen und immer wieder schön.

Zutaten für 4 Portionen

Für den Regenbogensalat
3 Karotten
200 g Rotkraut
1 Fenchelknolle
4 EL weißer Balsamico-Essig
2 EL Olivenöl
1 Schuss Wasser
Salz & Pfeffer
2 Äpfel
1 kleine rote Zwiebel
½ Bund glatte Petersilie
4 EL geröstete und gesalzene Kürbiskerne

Für das Sunshine-Dressing
75 g Sonnenblumenkerne
150 ml Wasser
Saft und Schale von 1 Zitrone
1 EL Olivenöl
1 kleine Knoblauchzehe
¼ TL gemahlener Kurkuma
1 TL Honig oder Agavensirup
Salz & Pfeffer

Zum Garnieren
Fenchelgrün
Blütenblätter von Ringelblume oder Sonnenblume (diese Idee ist mir leider erst im Nachhinein gekommen)

1. Am Vortag die Sonnenblumenkerne für das Dressing in kaltem Wasser einweichen.

2. Am nächsten Tag zuerst den Salat vorbereiten: Die Karotten schälen und in Spiralen oder dünne Stifte schneiden. Das Rotkraut und die Fenchelknolle fein schneiden. Das Fenchelgrün beiseite legen.

3. Karotten, Rotkraut und Fenchel in eine Schüssel geben und mit weißem Balsamico, Olivenöl, Wasser, Salz und Pfeffer marinieren. Für eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

4. Währenddessen das Dressing zubereiten: Die Sonnenblumenkerne abgießen und gut abtropfen lassen. Mit den restlichen Dressing-Zutaten in einen Standmixer geben und auf hoher Stufe pürieren, bis eine halbwegs glatte Masse entstanden ist. Pikant abschmecken, eventuell noch mit etwas weißem Balsamico nachhelfen.

5. Die Äpfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden. Die rote Zwiebel in feine Ringe schneiden. Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen.

6. Die marinierte Gemüsemischung aus dem Kühlschrank nehmen und auf Tellern anrichten. Äpfel, Zwiebel und Petersilie sowie die Kürbiskerne darauf verteilen.

7. Großzügig mit dem Dressing beträufeln und mit Fenchelgrün und Blütenblättern garnieren.


Zum Abschluss noch einmal Worte aus fremdem Mund. Sie stammen von meiner lieben Bloggerkollegin Katha, die mit einem ihrer Statements wie so oft den Nagel punktgenau auf den Kopf getroffen hat und mir direkt aus der Seele spricht:

ich bin sicher, jede und jeder findet für ihr oder sein (zeit-)budget eine passende initiative, ein passendes projekt – oder beginnt eines. völkerwanderungen bringen wohl zuerst einmal unendliches und für uns unvorstellbares leid, angst und aufs erste schier unlösbar scheinende probleme. sie sind aber auch eine große chance fürs miteinander und neugierig sein aufeinander – nicht zuletzt auf die küchen jener länder, die die menschen verlassen mussten und mit hilfe der vertrauten speisen sie vielleicht ein wenig trost – und wir einen von vielen möglichen zugängen zu ihnen – finden können. bitte helfen wir einander.

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