Sonntag, 31. März 2013

Nesterl in letzter Minute und ein verbranntes Osterlamm


Wer seine Ostergeschenke zwar beisammen, jedoch keine Ahnung hat, in welchem Behältnis er sie verstecken soll, dem sei noch schnell dieses ruckzuck gebastelte und sehr hübsche kleine Körbchen ans Herz gelegt:

Schnelles Osterkörbchen

1. Ein Blatt Tonpapier (anderes starkes Papier oder dünner Karton geht natürlich auch) zu einem Quadrat zurechtschneiden. Den Rest des Blattes zur Seite legen.



2. Die Seitenlängen des Quadrats dritteln, mit Bleistift markieren und die Markierungen verbinden. Es entstehen 3 x 3 Quadrate. Das mittlere bildet die Basis des Körbchens.



3. Auf zwei gegenüberliegenden Seiten die beiden Markierungen bis zur Basis einschneiden. Die beiden anderen Seiten mit einer Konturenschere verzieren (wer mag).



4. Aus dem zur Seite gelegten Papierstreifen einen etwa 3 cm breiten Streifen zurechtschneiden – das wird der Henkel.



5. Nun das Körbchen zusammenbauen. Dazu zwei Ecken zusammenführen und mit einer Klammerlmaschine verbinden. Dabei den Henkel mitfassen.



6. Auf der anderen Seite wiederholen.



7. Tataaaa! Das Körbchen nun noch beliebig verzieren und mit Heu auslegen.


Während ich mit dieser Last-Minute-Bastelei beschäftigt war, war mein Ofen damit beschäftigt, mein traditionelles süßes Osterlamm zu backen. Weil ich eine Frau bin und damit außerordentlich multitaskingfähig, sah ich kein Problem in dieser Parallelaktivität. Ich müsste es ja eigentlich schon besser wissen: Dass man sich viel öfter im Leben auf eine einzige Sache konzentrieren sollte. Und dass dieses Multitasking-Frauen-Dings eine Erfindung von faulen Männern ist.

Das Osterlamm ist verbrannt. Oder zumindest so dunkel geworden, dass ich es nicht mehr verschenken will. Gut, dass ich eine Frau bin. Als solche nämlich außerordentlich vorausschauend, und deshalb waren noch genügend Eier, Mehl und Zucker da, um ein zweites zu backen.




Süßes Osterlamm

Seit ich mich an süße Osterlämmer erinnern kann, sind das die Osterlämmer meiner Oma. Sie hat sie so gemacht, wie ich seither finde, dass sie gehören: Aus buttrigem Rührteig, mit Staubzucker berieselt, mit einer (bei Oma immer roten) Masche versehen. Kein Schokoladen- oder Zuckerguss, keine Kokosflocken, keine Rosinenaugen. Oder?

Zutaten für eine Osterlammform mit ca. 1 Liter Volumen

125 g weiche Butter
125 g Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
125 g Mehl
½ TL Backpulver
etwas Zitronenschale
Butter bzw. Öl und Semmelbröseln für die Form

1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

2. Die Lammform mit Butter oder Öl ausstreichen und mit Semmelbröseln ausstreuen.

3. Butter schaumig rühren, Zucker, Vanillezucker und Salz gut unterrühren.

4. Eier nach und nach unter den Abtrieb rühren und jeweils gut einarbeiten.

5. Mehl mit Backpulver und Zitronenschale vermischen und unter die Eier-Butter-Mischung rühren.

6. Den Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und etwa 50 Minuten backen.

7. Das Lamm etwas überkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter ganz auskühlen lassen.

8. Mit Staubzucker bestreuen und mit einer Masche versehen.


Frohe weiße Ostern!!!
(Bei uns schneit’s grad wie verrückt …)

Kommentare:

  1. Servus!

    Genauso hat auch unsere Oma das Lämmchen gebacken, nur mit Zucker bestreut!
    Und auch bei uns schneit es wie verrückt!

    Frhe Ostern - beziehungsweise - Frostern! :-)
    VG Sandra

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  2. bei uns schneit's auch :-(
    Multitasking ist gefährlich, ich hätte dabei mal fast die Küche abgefackelt (Wäsche aufhängen - eh ganz schnell - während in der Küche ein Topf mit Butter am Herd stand ...)

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  3. Natürlich braucht ein Osterhaserl keine Rosinenaugen, niemand braucht Rosinen in irgendeiner Form ;-)

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  4. Das Schneien ist ja jetzt vorüber - jetzt muss es nur noch warm werden, Sandra!

    Kann gar nicht aufzählen, was mir da schon alles angebrannt ist, Küchenschabe ;-) Und stimmt - alles eh nur ganz schnell ...

    Manchmal brauch ich Rosinen schon, giftigeblonde, aber eben, das LAMM sicher nicht ;-))

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